28. NOVENTI OPEN  12. – 20. Juni 2021

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Roger Federer: „Halle ist ein Schlüsselturnier in meiner Karriere“

Pre-Pressekonferenz mit dem Tennis-Superstar: „Ein vertrauer Schauplatz mit vielen schönen Erinnerungen“. Der Schweizer lobt die "imponierende Besetzung" des Turniers.

Rekordchampion Roger Federer (ATP 8) fiebert seinem 18. Gastspiel bei den NOVENTI OPEN in HalleWestfalen entgegen: „Ich bin sehr, sehr glücklich, wieder bei einem meiner Lieblingsturniere am Start zu sein“, sagte der 39-jährige Schweizer am Freitagmittag bei einem virtuellen Pressegespräch. „Ich liebe es immer wieder, hierhin zurückzukommen. Es ist ein vertrauer Schauplatz, mit so vielen schönen Erinnerungen.“ Federer startet bereits am Montag ins Turnier. Er trifft auf den weißrussischen Qualifikanten Ilya Ivashka.

Anders als in vielen Turnierjahren zuvor, sieht sich der Maestro bei der 28. Auflage des ATP 500er-Rasenevents (12. bis 20. Juni) nicht automatisch als Favorit auf den Siegerpokal: „Nach zwei Knieoperationen, einer langen Pause, einem nicht einfachen Comeback hoffe ich, gut ins Turnier zu kommen. Gelingt mir das, ist natürlich sehr viel möglich. Aber ich kann mich nun nicht aus dem Fenster lehnen und sage: Es geht nur über mich.“ Ein sehr gutes Ergebnis, vielleicht sogar ein Sieg bei den 28. NOVENTI OPEN in der OWL ARENA wären ein „wahnsinniger Schub für die weitere Saison und fantastisch für das Selbstvertrauen.“

Titelverteidiger Federer wies auch auf die enorm starke Konkurrenz bei Deutschlands hochkarätigstem Tenniswettbewerb hin, bei dem in diesem Jahr allein vier weitere Top Ten-Spieler (Daniil Medvedev, Stefanos Tsitsipas, Alexander Zverev und Andrey Rublev) antreten: „Das ist eine imponierende Besetzung. Ich habe schon beim ersten Training wieder mal gestaunt, wer da alles mit im Feld ist und bereits auf den Practice Courts ist.“ Federer war am Donnerstagnachmittag von Turnierdirektor Ralf Weber begrüßt worden und hatte nicht lange gezögert, um sofort die erste Trainingseinheit unter anderem mit Japans Ass Kei Nishikori zu bestreiten: „Auf Rasen fühle ich mich immer sofort wohl. Da habe ich automatisch ein gutes Gefühl, brauche keine lange Eingewöhnungszeit.“ Er werde nun langsam, aber sicher die Intensität erhöhen, um dann für die anstehenden Herausforderungen bereit zu sein: „Ich bin sehr zufrieden, wie ich bei den French Open aufgetreten bin, wie sich mein Körper anschließend erholt hat. Das nimmt mir auch ein wenig Druck hier in Halle.“

Federer, der dem Turnier über einen sogenannten „Lifetime Contract“ verbunden ist (er spielt in der Saisonwoche nur bei den NOVENTI OPEN), debütierte im Jahr 2000 als hochgehandelter Nachwuchsmann in HalleWestfalen. Damals rückte er sofort ins Viertelfinale vor, verlor dann gegen den routinierten US-Amerikaner Michael Chang. Über mehr als zwei Jahrzehnte wurde der Schweizer zur prägendsten Spielerpersönlichkeit der NOVENTI OPEN, auch zu einem Botschafter des Turniers für Fans, Medien, Kolleginnen und Kollegen. 13 Mal erreichte Federer das Endspiel, 2019 gewann er zum zehnten Mal, damals gegen den Belgier David Goffin. „Halle ist ein Schlüsselturnier in meiner Karriere gewesen. Es hat mir auch den Weg aufgezeigt, um in Wimbledon erfolgreich zu sein“, sagte Federer. 2003 hatte Federer zum ersten Mal das Halle/Wimbledon-Double geschafft, in jener Saison siegte er beim Haller ATP-Turnier gegen Nicolas Kiefer. Von 2003 bis zum Halbfinale 2009 gewann der heute 39-Jährige insgesamt 29 Matches in Serie, bevor er gegen seinen alten Weggefährten Lleyton Hewitt das Endspiel verlor. Seine gesamte Karrierebilanz in Halle lautet: 68:7-Siege, Preisgeld: 2,914 Mio. Dollar.

Federer dürfte, trotz der außergewöhnlichen Umstände seines aktuellen Starts, ein gefährlicher Gegner für jeden Mitbewerber in HalleWestfalen sein. „Es ist halt vieles möglich auf Rasen. Du kannst ganz schnell zwei Mal hintereinander bei den Turnieren verlieren. Oder um den Titel mitspielen“, sagte er selbst beim Gespräch mit der internationalen Journalistengruppe. Sein Trainer Ivan Ljubicic (Kroatien), der ehemalige Weltklassemann, sei jedenfalls beim Training erstaunt gewesen, so Federer, „wie sauber und natürlich ich den Ball ganz schnell getroffen habe. Es liegt sicher auch an den vielen Erfolgen, die ich auf Rasen feiern konnte, speziell auch hier in Halle.“ Sein Ziel für den Turnierstart beschrieb Federer so: „Ich muss gleich explosiv auf dem Platz sein, frisch im Kopf. Insgesamt geht es darum, einfach befreit aufzuspielen."

Für Tennis-Superstar Roger Federer wäre ein Sieg bei den 28. NOVENTI OPEN ein „wahnsinniger Schub für die weitere Saison und fantastisch für das Selbstvertrauen.“ © NOVENTI OPEN/HalleWestfalen